Fitness: Was der Lifestyle alles bewirken kann!

Oder: Wie sich ein Leben komplett verändern kann.

 

Rauchen... Trinken... Netflix und Computer spielen, dazu eine Tiefkühlpizza die gerade im Backofen aufbackt. Oder wie wäre es mit Pommes aus der Fritteuse und einem Schnitzel aus der Tüte das in 3 min, mit gefühlten 3 Liter Sonnenblumenöl, knackig braun gebraten wird?


Denn wie wir alle wissen, Bio ist Gift und Gemüse wird überbewertet! Obst?! Nein, danke! In Wurst sind doch auch Vitamine! Außerdem schmecken Chips und Schokolade auch viel besser.


Jetzt könnte man denken ich sei übergewichtig gewesen, weil das Klischee dieses Bild in unseren Kopf zaubert, wenn wir an so etwas denken. Jedoch war das Gegenteil der Fall.

Ich war stark untergewichtig, denn ich habe oft vergessen zu essen oder hatte keine Lust zu kochen. Und wenn ich mich dann doch mal aufraffen konnte, war die Fritteuse mein bester Freund. Als Alternative diente natürlich auch McDonalds sehr gut.


So und so ähnlich könnte man mein Leben beschreiben wie es früher war.



Bloß nicht mit seinen Problemen auseinandersetzen!


Das hört sich nicht besonders nach Fitness an. Der Weg dorthin war auch lang und schwer.

Das Beginnt in meiner Jugend. Ich war, wie schon erwähnt, sehr dünn. Und wie Kinder so sind, alles was nicht der "Norm" entspricht wird gemobbt. Jeder der so dünn ist kennt die Sprüche. Angefangen von Spargeltarzan, Lauch oder Hänfling bis hin zu dem Thema, das man ja Essen kann, was man will und nicht zu nimmt. Oder die Oma und die Mütter von Freunden, die meinen einem was Gutes tun zu müssen und doppelt so viel auf den Teller klatschen, weil an mir ja mal was "dran" kommen muss.


Genauso wie es viele dicke Menschen machen, verdrängt man dann natürlich gerne. Oder man spielt mit und macht Witze über sich selbst, ohne zu merken das man grade zur Witzfigur wird.

So hat man versucht damit klarzukommen und die Hässlichkeit der anderen zu überspielen, nur um sich nicht anmerken zu lassen das es verletzend ist.

Das zog sich dann jahrelang durch das ganze Leben.


Selbstwert und Selbstbewusstsein waren auf dem Tiefpunkt.

Der Blick in den Spiegel fand nie statt.

Verdrängung und Flucht waren an der Tagesordnung.

Bloß nicht mit seinen Problemen auseinander setzen!

Einiges davon verfolgt mich bis heute noch.


Sich den Problemen stellen


Hoch Kalorische Krankenhaus Nahrung für alte kranke Leute. Das war mein erster Versuch etwas zu verändern und mich meinen Problemen zu stellen. Und es hat mich gepusht. Ich hab gedacht das ist die Lösung all meiner Probleme. Ohne zu merken das ich meine Mahlzeiten einfach ersetzte oder weniger aß als zuvor. Ich nahm also kein bisschen zu. Nach Wochen und Monaten, und hunderten Euros weniger in der Tasche, beschloss ich dann das ganze wieder aufzugeben. Ich beschloss mich aufzugeben.

Der Wendepunkt

Der Wendepunkt war ein Schlaganfall. Und zwar der zweite in meiner Familie. Den ersten hatte mein Vater, bei dem mir gar nicht so bewusst war was da überhaupt passiert war. Ich war noch zu jung, um es richtig verstehen zu können.

Und den zweiten hatte meine Mutter. Bei diesem wurde mir dann sehr bewusst was dort geschehen war.

Kurz darauf habe ich mich von meiner damaligen Freundin getrennt und war dann ganz unten angekommen mit meinem Gefühlchaos. Das war aber auch der Wendepunkt in meinem Leben.


Einige Wochen später, nach viel Selbstmitleid, reichlich Depressionen und abgeschnitten von der Außenwelt, kam der Tag, an dem ich morgens aufstand und sich alles geändert hat. Ich habe beschlossen mich nicht aufzugeben!


Kaum aus dem Bett raus war ich Fit und motiviert etwas zu verändern. Mich zu verändern!

Rauchen? Nein, danke! Ich rauche nicht. Also habe ich radikal alles weggeworfen was damit im weitesten Sinne zu tun haben könnte. Danach habe ich nie wieder geraucht. Erstmal meine Singlebude aufräumen und dann weiter im Plan.

Recherche im Internet.


Fitness.

Krafttraining.

Ernährung.


Die Hauptfaktoren, wenn man etwas an sich verändern will und eines Gesunden Lebensstils!


Der Menschliche Körper ist ein Bewegungsapparat. Der bleibt nur gesund, wenn er auch das macht, wofür er da ist. Bewegung!

Und damit der auch einwandfrei läuft, braucht er Nahrung. Und zwar gesunde Nahrung. Denn um nicht krank zu werden brauch der Körper Nährstoffe.

Vitamine. Mineralien. Fette. Proteine. Kohlenhydrate.

Vorher nie wirklich drüber nachgedacht und eigentlich das wichtigste was es überhaupt gibt in unserem Leben. Denn ohne diese Makro- und Mikronährstoffe können wir nicht Leben.

Zunehmen und Abnehmen geht also ganz einfach über ein Kaloriendefizit oder einen Kalorienüberschuss. Wenn das mal so einfach wäre, wie es dort überall steht..


Krafttraining? Kraft? Training? Habe ich nicht und kann ich nicht!


Also ein weiteres Mal Recherche im Internet.


Langhantel.

Kurzhantel.

Bankdrücken.

Kniebeugen.

Bizepscurls.

Ich will doch kein Bodybuilder werden.


Bis ich verstanden habe das Krafttraining und Muskelaufbau so viel mehr ist als Bodybuilding, sind einige Wochen vergangen.


Dazu noch die Komplexität der Ernährung. Wochenlanges, gar Monatelanges studieren über Ernährung und Training lagen dort schon hinter mir und das war noch lange nicht alles.


Das was ich bis jetzt rausgefunden habe sind nämlich nur die Grundlegenden Voraussetzungen, um etwas zu verändern.


Die Bestätigung


Nach Monatelangem Selbststudium und immer neuen ausprobieren von irgendwelchen Trainingsmethoden hatte sich anscheinend etwas verändert. Ich bekam Bestätigung. Komplimente das sich mein Körper verändert habe und man sieht, dass ich was für mich tue. Das war die Bestätigung, die ich gebraucht habe, um zu wissen das ich auf dem richtigen Weg bin. Wenn man nur hart arbeitet, kann man was verändern.


Und daraus entwickelte sich meine Leidenschaft für Fitness, Kraftsport, Ernährung und Gesundheit.



Was Fitness wirklich bedeutet!


Fitness ist nicht einfach nur Fitness. Wenn man sich für den Lifestyle entschieden hat, dann geht es im Grunde genommen um Sport und Gesundheit, jedoch steckt so viel mehr dahinter.


Man lernt viel über sich selbst und über das Leben. Denn wie heißt es so schön, von nichts kommt auch nichts!

Man muss immer harte Arbeit investieren, um etwas zu erreichen und verändern zu können. Diese harte Arbeit muss man dann auch durchziehen und am Ball bleiben.


Es bringt nichts zwei Wochen etwas zu machen und dann drei Wochen Pause zu machen. Dann fängst du eben wieder von vorne an. Zeit verschwendet!

Du lernst durch Fitness also konsequent zu sein, dich zu strukturieren und Geduld zu haben. Denn kein Erfolg kommt von heute auf morgen und keine Veränderung passiert einfach so.


Und dieses ganze Learning überträgst du auf dein ganzes Leben, du strukturierst automatisch Dinge anders, weil du ja jetzt weißt, wie es funktioniert. Man merkt am eigenen Leib wie sich diese Arbeit und das was du gelernt hast auswirkt. Du wirst dadurch selbstbewusster und erkennst deinen Selbstwert. Außerdem wirkst du ganz anders auf deine Mitmenschen und du wirst anders wahrgenommen. Nicht nur durch deine äußere Erscheinung, vor allem durch deine Ausstrahlung.

 

Fazit


Es ist also teilweise sogar eine Lebensverändernde Entscheidung Fitness zu treiben. Ich bin durch Fitness ein komplett neuer Mensch geworden, eine bessere Version meines Selbst.

Eine Leidenschaft, die mich jetzt schon seit vielen Jahren begleitet und die ich weitergeben möchte. Weil auch du diese Dinge erleben kannst. Vielleicht sind es nur wenige Teile von dem was ich erfahren habe, doch diese können schon so viel bewirken.


Wir sagen wir möchten abnehmen oder zunehmen.. wir wollen Fit werden oder Muskeln aufbauen.. doch was ist es wirklich was wir wollen? Am Strand gut aussehen, sich nicht schämen wollen? Sich nackt vor den Spiegel trauen und sich denken, wie geil man aussieht? Oder ist es Anerkennung das man was durchgezogen hat, stolz auf sich selbst zu sein und dadurch mit mehr Selbstbewusstsein