Fitness-Mythen

Oder: Halbwissen welches nicht aussterben will!

 

Fitness-Mythen, die mir in meinen Alltag immer noch sehr oft begegnen und einfach nicht aussterben wollen:




1. Frauen die Krafttraining machen, werden zu Muskelbergen:



Frauen brauchen keine Angst zu haben, dass sie wegen dem Krafttraining und den schweren gewichten zu Muskelbergen mutieren. Zu wenig Testosteron ist nicht das Übel aller Dinge, wie oft vermutet wird. Bei Frauen sind es andere Wachstumshormone wie das IGF-1 und HGH welche den Muskelwachstum anregen. Frauen haben dasselbe Potenzial Muskeln aufzubauen wie Männer. Allerdings eine andere Ausgangssituation! Frauen haben von Natur aus weniger Muskelmasse und werden deshalb niemals so Muskulös wie Männer sein können. Die Prozentuale Muskelzunahme ist aber diese wie bei Männern. Da Frauen von Natur aus auch einen höheren Körperfettanteil besitzen wirkt es optisch auch anders. Als Frau kann man durch Muskelaufbau vor allem sehr gut an Problemzonen arbeiten, den Körper festigen, die Haut straffen und seinen Körper nach Belieben zu seinem Traumkörper formen.



2. Durch Sit-Ups bekommt man ein Sixpack:


Das wäre zu einfach. Jeden Abend 50 Sit-Ups oder Crunches und fertig ist der Waschbrettbauch. So funktioniert es leider nicht. „Abs are made in the kitchen!“ Und das ist einfach meist der entscheidende Punkt. Der Körperfettanteil ist zu hoch und verhindert den Blick auf unser Sixpack. Denn eigentlich hat jeder von uns einen. Die Bauchmuskeln sind bei uns allen vorhanden. Körperfettanteil reduzieren hilft als einziges diese sichtbar zu machen. Auch das kann jeder von uns schaffen! Sit-Ups oder Crunches können allerdings helfen die Muskeln zu stärken und diese etwas voluminöser wirken zu lassen und eventuell etwas früher zum Vorschein kommen zu lassen.



3. Cardiotraining und Muskelaufbau passt nicht zusammen:


Zumindest sollte man Prioritäten setzen. Ausdauer und Muskelaufbau können ziemlich gut zusammenpassen. Im Idealfall macht man aber nicht beides am selben Tag. Dann kann man sich auf eine Einheit konzentrieren. Wenn es doch an einem Tag sein muss, dann sollte das Krafttraining bevorzugt werden, um nicht schon zu viel Energie ins Ausdauertraining gesteckt zu haben und dann im Krafttraining nicht mehr die volle Leistung bringen zu können und potenzial auf der Strecke zu lassen. Wenn man Muskelaufbau erreichen will, muss man zudem in einem Kalorienüberschuss sein. Durch das Cardiotraining und dem damit verbundenen zusätzlich verbrannten Kalorien müsste man dann noch mehr Kalorien zu sich nehmen. Also vorher Gedanken machen wo seine Prioritäten liegen und dann kann durchaus beides zusammenpassen.



4. Joggen ist am besten zum Abnehmen:


Ja und Nein. Joggen kann sehr gut beim Abnehmen helfen. Allerdings ist die Ernährung das A und O beim Abnehmen. Das Zauberwort heißt hier Kaloriendefizit. Am Ende ist es immer die Energiebilanz die uns abnehmen oder zunehmen lässt. Nichts anderes. Joggen kann dabei also unterstützend sein das Kaloriendefizit zu erreichen oder zu erhöhen. Zudem kann Krafttraining noch viel besser dabei helfen sein Gewicht zu regulieren und seinen Traumkörper zu formen. Dazu ein anderes Mal mehr.



5. Viel hilft viel:


Das wäre doch schön. Man trainiert einfach drei Stunden und hat dreimal so viel davon als nach nur einer Stunde. Leider funktioniert auch das nicht. Der Körper fängt irgendwann an mehr Cortisol auszuschütten und unser Stresslevel wird erhöht. Der Körper wird katabol und fängt an abbauende Prozesse im Körper einzuleiten. Wir wollen jedoch Muskeln aufbauen.

Vor allem aber bringt es einfach nichts mehr zu trainieren, um einen maximalen Muskelaufbaureiz zu setzen. Es reichen ca. 3 – 10 Sätze Pro Muskelgruppe in einer Trainingseinheit um die Muskelproteinsynthese maximal zu Stimulieren. Alles darüber wäre nur verschwendete Zeit und sogenanntes „Junkvolumen“.

Genauso wenig hilft es einfach jeden Tag jeden Muskel zu trainieren. Im Training wird nur der Reiz gesetzt für unsere Muskeln. Wachsen werden die Muskeln aber dann in der Pause. Deswegen sollte immer auf ausreichend Regeneration geachtet werden.



6. Man kann gezielt Fett abbauen:


Auch das wäre viel zu einfach. Ein paar Kniebeugen machen und das Fett verschwindet vom Hintern und den Beinen. Oder ein paar Bizepscurls und die arme sind sofort definiert und muskulös. Leider ein Traum der niemals wahr werden wird. Genauso wie der Traum davon Fett in Muskeln „verwandeln“ zu können. Körperfett lässt sich nicht gezielt abbauen. Das Einzige was darüber entscheidet wo ihr fett abbaut, ist eure Genetik.



7. Nur wer effektiv trainiert, hat Muskelkater:


Muskelkater entsteht meist durch ungewohnte Aktivitäten. Neue Bewegungen oder ein neuer Bewegungsradius lösen also Muskelkater aus. Diese neuen Bewegungen verursachen kleine Muskelschäden, Mikrorisse, in unseren Muskeln. Diese entstehen vor allem durch Abbremsen von Bewegungen, also der exzentrischen Komponente im Krafttraining. Der Schmerz, den wir verspüren kommt durch die Schwellungen, die durch diese kleinen Risse verursacht werden. Muskelkater steht also in keinem Zusammenhang mit der Effektivität einer Trainingseinheit. Ein leichter Muskelkater kann aber durchaus mit einem guten Training einher gehen, ist er jedoch zu stark war das Training zu intensiv.



8. Kohlenhydrate machen dick:


Nudeln, Pommes, Kuchen, Süßigkeiten und Cola oder Limo. Daran denkt man doch zuerst, wenn man Kohlenhydrate verteufelt. Und selbst diese sollte man nicht direkt verteufeln. Als Genussmittel sind diese auch völlig in Ordnung. Ich bezeichne sie sehr bewusst als Genussmittel, denn diese Kohlenhydrate sind es und sollten auch als solches angesehen werden. Denn mehr als Genuss und Befriedigung für unseren Kopf bringen diese Genussmittel nicht mit. Außer Kalorien. Und davon zu genüge. Diese machen uns am Ende dick. Also sollte man darauf am meisten achten. Ab und an mal etwas zu genießen ist okay, aber man sollte es in Maßen machen und seine Energiebilanz im Auge behalten, sonst kommt irgendwann die böse Überraschung.


Warum ich hier so bewusst auf Genussmittel, und nicht Nahrungsmittel oder Lebensmittel, bestehe erkläre ich einem anderen Beitrag auf meinem Blog!



 

Fazit


Halbwissen begegnet uns heutzutage immer öfter, da jeder sich im Internet einfach durch irgendwelche quellen etwas aneignen kann. Oftmals leider, ohne zu hinterfragen, ob das wirklich stimmt, was dort geschrieben oder gesagt wird.


Wenn man das Thema ernsthaft angehen möchte, dann sollte man sich an einen Experten wenden oder auf zuverlässige Quellen setzen, wenn man am Ende nicht frustriert, aufgeben will, weil sich nichts verändern oder es im schlimmsten Fall schlimmer wird.


 

Wenn auch du etwas verändern möchtest, du aber nicht weißt, wie du es angehen sollst, dann melde dich bei mir und wir gucken gemeinsam ob und wie ich dir helfen kann dein Ziel zu erreichen!









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